Lost in Translation

 

SchülerInnen der Kurt-Löwenstein-Schule Neukölln entwickelten zusammen mit den Künstlerinnen Nadin Reschke und Claire Waffel innerhalb von 6 Monaten fotografische Sequenzen und Videoarbeiten, die einen Bezug zu ihrem Alltag, ihrer Herkunft und ihrer Lebenswelt haben.

 

 

 

 

Live-Fotostudio
am 11.05.2009 im Kottishop, Adalberstr 4, Neues Kreuzberger Zentrum
mit Gamze Ozan, Natalija Wutke, Jessica Szlag, Jamile El-Faourie, Ziad Lamnour, Thomas Niemczyk, Walid Leila, Nadin Reschke und Claire Waffel

 

 

 

 

Lost in Translation beschreibt einen Zustand offener Ungewissheit, der ein gemeinsames Miteinander im künstlerischen Prozess zwischen verschiedenen Gruppen möglich macht. Erst wenn man sich auf diese Ungewissheit einlässt und nicht auf bekannte Hierarchien und Dekodierungen zurückgreift, können andere Formen des gemeinsamen künstlerischen Arbeitens entstehen. Lost In Translation konfrontierte uns vor allem mit der Fragestellung, wie man als Künstlerin innerhalb des Schulkontextes eine Zusammenarbeit etablieren kann, die auf einem freiwilligen Dialog und Austausch mit den SchülerInnen beruht.

 

 

 

 

 

Das Projekt entwickelte sich als ein nicht immer zu überschauender Prozess der Annäherung, in dem die SchülerInnen zunehmend zu Co-Autoren wurden und in dem unsere unterschiedlichen Lebenswelten für den jeweils anderen verständlicher wurden. Nach dem Anfang des Projekts in der Goldrausch-Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg, ging es sehr schnell um den Ort Schule. Die Schule ist ein funktionaler, sozialer Raum mit festgelegten Machtverhältnissen und Rollen. Wir als KünstlerInnen verunsicherten die festgelegten Strukturen und hinterfragten, was wir miteinander tun und aus welchem Grund.

 

 


 

 

Innerhalb von sechs Monaten arbeiteten wir so gemeinsam an fotografischen Sequenzen und Videoarbeiten, die einen Bezug zum Alltag und Lebenswelt der SchülerInnen haben. Die hier abgebildeten Fotografien entstanden als Teil davon über einen Zeitraum von 24 Stunden, in denen jeweils ein/e SchülerIn mit einer Kamera seine eigene Lebensrealität dokumentierte.

 

 

 

 

Abschliessende Ausstellung des Projektes im Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien vom 26.05. -28.06. 2009

 

Es ist eine Publikation des Projektes unter dem gleichnamigen Titel "Lost in Translation" 2009 im Goldrausch Verlag erschienen.