Lila Fetzen – eine kollektive Performance im öffentlichen Raum
20. September 2025
U-Bahnhof Schönhauser Allee
Lila Fetzen erinnert 35 Jahre nach 1989/90 an die offiziell nicht anerkannten ostdeutschen Frauen*bewegungen, vor allem an die Lila Offensive, die sich im Prenzlauer Berg in den späten 1980-er Jahren gründete, und nimmt historische Fotografien zum Ausgangspunkt einer Suche nach solidarischen Gesten des Widerstands und der Sichtbarkeit heutigen queeren Lebens. In einer kollektiven Performance im Stadtraum wird der Frauen*widerstand der 80-er Jahre vor dem Hintergrund heutiger Erfahrungen im/mit städtischem Raum aktualisiert. Textile Banner, Kostüme und Sprechakte holen die Forderungen und das Potenzial von damals in die Gegenwart hinein und fragen, was wir aus den Erinnerungen, den »lila Fetzen« mitnehmen und neu zusammensetzen können, um heutigen Ungerechtigkeiten zu begegnen.

Konzept: Nadin Reschke
Performer*innen: A.Monti, Anna Paßlick, Carol Peters, Ellen Louise Weise, Lea Baro, Melissa Skarmeta Moraga, Wilma Molt
Kostüm-Assistenz: Sarah Afua Asante Ntiamoah
Fotografie: Victoria Tomaschko, Videodokumentation: Silke Briehl
Die Performance fand im Rahmen von Kunst im Untergrund 2024/25: flexen, flirren, fantasieren – mapping the queer city statt und ist ein Projekt der neuen Gesellschaft für Bildende Kunst nGbK in Kooperation mit dem Sonntagsclub e.V., EWA Frauenzentrum, Spinnboden.
Die Performance Lila Fetzen entstand nach längerer Recherche in mehreren Workshops aus Texten und Fotografien aus dem Archiv Grauzone gemeinsam mit A.Monti, Anna Paßlick, Carol Peters, Ellen Louise Weise, Lea Baro, Marion Fabian, Melissa Skarmeta Moraga, Rahel „Raps“ Wend und Wilma Molt.









