Always going elsewheres

Always going elsewheres (6)

 4 Videos, DV Farbe PAL mit Interviews auf Raststätten, 2008

Die Videoinstallation zeigt Gespräche auf einer Raststätte in Berg, einem kleinen Ort direkt an der Autobahn in Bayern direkt an der ehemaligen Grenze zwischen Ost und West. In Begegnungen und Gesprächen mit LKW- Fahrern, der Betreiberin der Raststätte und Anwohnern ging ich der Frage nach, was ein Rastplatz heute bedeutet und wie die Menschen diesen Ort nutzen. Wie verändert sich das Zugehörigkeitsgefühl, wenn man ständig unterwegs ist – „always going elsehwheres“? Ich verbrachte Zeit auf dieser Raststätte und indem ich mich durch verschiedene, sich entwickelnde Beziehungen lokalisierte, wurde ich Teil dieses wechselnden, örtlichen Gefüges.

Immer wieder wurde ich dabei von Fahrern auf einen Campingstuhl eingeladen, der überall eine Pause und ein Gespräch erlaubt. Diese Campingstühle tauchen in der Installation als Sitzmöbel auf, die mit Waffelstep- Kunstleder bezogen sind, einem Material, mit dem LKW Kabinen ausgekleidet sind, und werden mit Kopfhörern kombiniert.

The video installation shows a truck stop in Berg, a small village in Bavaria, right at the highway which used to be on the East/ West German border. In meetings and talks with residents, the owner of the place and truck drivers I was interested to find out what this place means to them and how they use it. How does the sense of belonging change when people are constantly on the road- always going elsewheres. By spending time in this truck stop I became part of this place by localising myself through the various developing relationships. Camping chairs were used by the truck drivers and local teenagers to create mobile rest stops outside. They appear in the installation as sitting-modules combined with headphones.

Eine fiktives Baustellenschild auf dem Mariannenplatz markierte während der Ausstellungszeit die bestehende Baustelle als eine entstehende Raststätte und erweiterte die Fragestellung in den öffentlichen Raum. Angekommen in einen ganz lokalen Kontext wurden Ausschnitte aus Interviews mit den Architekten und der Baufirma von mir in einer performativen „Baustellenumrundung“ zu einer erweiterten Sicht auf den historisch aufgeladenen Mariannenplatz zusammengefugt.

The building site in front of the Kunstraum Kreuzberg is the context for the construction sign which fakes the construction of a Raststätte (rest stop). Interviews with the architects and the building company working on the site are used in a walk around the construction site (Umrundung der Baustelle) to discuss the use of this space and its historical presence.